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	Kommentare zu: Die Prophezeihung *4*	</title>
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	<description>Von Hexen, Schelmen und Assasinen</description>
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		<title>
		Von: Dscheridan		</title>
		<link>https://blog.aurimaq.de/2010/10/190/comment-page-1/#comment-43</link>

		<dc:creator><![CDATA[Dscheridan]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Oct 2010 23:23:17 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Natürlich könnte sich mein Gedankengang anders darstellen, sollte beim Vorbereiten des Lebenskreises noch etwas Bewegendes passieren. Meine Gedanken während der obskuren Zeremonie sind allerdings die Folgenden:

Grundsätzlich habe ich beschlossen, die gesamte Sache nicht mehr mit ganz so großem Argwohn zu betrachten. Ich glaube, ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass dieses ältliche, agile Mütterlein tatsächlich keine Gefahr für Leib und Leben darstellt. Aus diesem Grund ändere ich ein wenig meine Grundeinstellung zu der ganzen Sache. War ich eben noch fast trotzig und suchte mir nur wiederstrebend die Kräuter aus, so betrachte ich das ganze jetzt eher wie ein spannendes Schauspiel oder eine artistische Darbietung. Da diese in so glanzvoller Weise vorgetragen wird, sollte ich vielleicht etwas mehr darauf einsteigen. So überlege ich noch, während meine Körperhaltung sich langsam von abwehrendem Gebaren in eine offene Gestik ändert, als Yasemine die erste Karte aufdeckt und damit mein Gedankenkonstrukt in sich zusammen fallen lässt. Ashtarra … die Magie. Und das am Beginn meines Lebenskreises. Irgendetwas ist tatsächlich an dieser Frau, so denke ich jetzt. Oder sollte das alles dummer Zufall sein? Als ihre Auslegung dann weitergeht beruhige ich mich wieder etwas und kehre zu meiner Darbietungssichtweise zurück. Das Feuer das sie legt und der Bulle. Ein Unglück könnte geschehen? Ja fürwahr, ein Unglück wäre es weniger Glück in der Liebe zu haben, da gebe ich ihr Recht. Was waren gleich noch die anderen Deutungsweisen dieser zwei Karten? Über das Schmunzeln über das Ausbleiben der Leidenschaft habe ich diese wohl verdrängt. All das halte ich für ausgemachten Blödsinn. Dann folgt diese Reise und Änderungsangelegenheit mit der Karte vom Tod. Warum sollte ich eine Reise antreten? Zumindest im wörtlichen Sinne ist das doch blanker Unsinn. Es liegen keinerlei längere Reisen an, selbst die Rückkehr nach Nasir Malkid liegt noch in weiter Ferne. Und wenn sie das Ganze spirituell meint, und der Beginn meiner Reise vielleicht die Hexennacht war, so verstehe ich nicht, was für Rückschlüsse ich aus ihrem Gefasel ziehen soll. Ich will nur hoffen, dass es sich nicht um eine Reise über das Nirgendmeer handelt. Bei dem Gedanken muss ich innerlich ein wenig Lachen.  
Drei Karten des Luftelements folgen. Ein interessanter Zufall, fürwahr. Die Kriegerin der Lüfte, das Ass der Lüfte und der schlecht gelaunte König der Lüfte. Wenn ich immer nur die zweite Geige spielen würde, so hätte ich auch schlechte Laune, das kann man dem guten König nicht verdenken. Und eine selbstbewusste Kriegerin? Das hört sich doch verlockend an.

Als sie als letztes die Karte der Harmonie aufdeckt, entspanne ich mich vollends. Das ist sehr gut. Unabhängig davon, ob ich ihrer Vorhersage nun Glauben schenken mag oder nicht, das ganze nimmt ein gutes Ende. Das ist doch fein und entschädigt sehr für das Wirrwarr von vorher. Außerdem erlaubt es, die ganze Geschichte mit der nötigen Gelassenheit zu betrachten.
Dann ereignet sich der Vorfall mit den fremden Karten. Ich bin einigermaßen überrascht von Yalis Deutung. Durch meine Skepsis bereitet es mir sehr viel Mühe eine so wörtliche Auslegung einer Vorhersage zu akzeptieren. Obskure Ratschläge und vage Andeutungen kann man ja wenigstens noch in die ein oder andere Richtung interpretieren und sie lassen einem den Spielraum tatsächliche Ereignisse der Weissagung anzupassen. Aber ein so konkreter Satz … 

Unvermittelt und etwas aus dem Zusammenhang gerissen muss ich an die anderen Schwesternschaften der Hexen denken. Gibt es da nicht jene Töchter Saturarias die sich als Seherinnen von Heute und Morgen bezeichnen? Würde ich Yasemines Worte anzweifeln, würde sie sich offen als eine solche bekennen. Ich bin völlig auf einmal wieder sehr durcheinander. Aus Angst Yali könnte mit seiner Prophezeiung Recht behalten, werde ich mich zunächst vehement weigern auch nur einen Schritt gen Mhanadi zu machen. Wenn Yali allerdings nicht locker lässt werde ich mit einem „Na schön, du enervierender Sandfloh. Ich werde dir beweisen, dass du nicht zum Wahrsager taugst und dir zeigen, dass heute Abend am Mhanadi keine solche Reise beginnt!“ die Diskussion beenden. „Aber wehrteste Yasemine, verzeih, wenn wir zwei tumben Kameltreiber das Finale deiner Weissagung einfach übergehen. Es stehen immerhin noch zwei Karten aus, oder?“

Werte Meisterin, du siehst: ein weniger geordneter als eher viel verirrterer Dscheridan sitzt im Zelte Yasemines und weiß nun gar nicht mehr Recht, was er eigentlich denken soll.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Natürlich könnte sich mein Gedankengang anders darstellen, sollte beim Vorbereiten des Lebenskreises noch etwas Bewegendes passieren. Meine Gedanken während der obskuren Zeremonie sind allerdings die Folgenden:</p>
<p>Grundsätzlich habe ich beschlossen, die gesamte Sache nicht mehr mit ganz so großem Argwohn zu betrachten. Ich glaube, ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass dieses ältliche, agile Mütterlein tatsächlich keine Gefahr für Leib und Leben darstellt. Aus diesem Grund ändere ich ein wenig meine Grundeinstellung zu der ganzen Sache. War ich eben noch fast trotzig und suchte mir nur wiederstrebend die Kräuter aus, so betrachte ich das ganze jetzt eher wie ein spannendes Schauspiel oder eine artistische Darbietung. Da diese in so glanzvoller Weise vorgetragen wird, sollte ich vielleicht etwas mehr darauf einsteigen. So überlege ich noch, während meine Körperhaltung sich langsam von abwehrendem Gebaren in eine offene Gestik ändert, als Yasemine die erste Karte aufdeckt und damit mein Gedankenkonstrukt in sich zusammen fallen lässt. Ashtarra … die Magie. Und das am Beginn meines Lebenskreises. Irgendetwas ist tatsächlich an dieser Frau, so denke ich jetzt. Oder sollte das alles dummer Zufall sein? Als ihre Auslegung dann weitergeht beruhige ich mich wieder etwas und kehre zu meiner Darbietungssichtweise zurück. Das Feuer das sie legt und der Bulle. Ein Unglück könnte geschehen? Ja fürwahr, ein Unglück wäre es weniger Glück in der Liebe zu haben, da gebe ich ihr Recht. Was waren gleich noch die anderen Deutungsweisen dieser zwei Karten? Über das Schmunzeln über das Ausbleiben der Leidenschaft habe ich diese wohl verdrängt. All das halte ich für ausgemachten Blödsinn. Dann folgt diese Reise und Änderungsangelegenheit mit der Karte vom Tod. Warum sollte ich eine Reise antreten? Zumindest im wörtlichen Sinne ist das doch blanker Unsinn. Es liegen keinerlei längere Reisen an, selbst die Rückkehr nach Nasir Malkid liegt noch in weiter Ferne. Und wenn sie das Ganze spirituell meint, und der Beginn meiner Reise vielleicht die Hexennacht war, so verstehe ich nicht, was für Rückschlüsse ich aus ihrem Gefasel ziehen soll. Ich will nur hoffen, dass es sich nicht um eine Reise über das Nirgendmeer handelt. Bei dem Gedanken muss ich innerlich ein wenig Lachen.<br />
Drei Karten des Luftelements folgen. Ein interessanter Zufall, fürwahr. Die Kriegerin der Lüfte, das Ass der Lüfte und der schlecht gelaunte König der Lüfte. Wenn ich immer nur die zweite Geige spielen würde, so hätte ich auch schlechte Laune, das kann man dem guten König nicht verdenken. Und eine selbstbewusste Kriegerin? Das hört sich doch verlockend an.</p>
<p>Als sie als letztes die Karte der Harmonie aufdeckt, entspanne ich mich vollends. Das ist sehr gut. Unabhängig davon, ob ich ihrer Vorhersage nun Glauben schenken mag oder nicht, das ganze nimmt ein gutes Ende. Das ist doch fein und entschädigt sehr für das Wirrwarr von vorher. Außerdem erlaubt es, die ganze Geschichte mit der nötigen Gelassenheit zu betrachten.<br />
Dann ereignet sich der Vorfall mit den fremden Karten. Ich bin einigermaßen überrascht von Yalis Deutung. Durch meine Skepsis bereitet es mir sehr viel Mühe eine so wörtliche Auslegung einer Vorhersage zu akzeptieren. Obskure Ratschläge und vage Andeutungen kann man ja wenigstens noch in die ein oder andere Richtung interpretieren und sie lassen einem den Spielraum tatsächliche Ereignisse der Weissagung anzupassen. Aber ein so konkreter Satz … </p>
<p>Unvermittelt und etwas aus dem Zusammenhang gerissen muss ich an die anderen Schwesternschaften der Hexen denken. Gibt es da nicht jene Töchter Saturarias die sich als Seherinnen von Heute und Morgen bezeichnen? Würde ich Yasemines Worte anzweifeln, würde sie sich offen als eine solche bekennen. Ich bin völlig auf einmal wieder sehr durcheinander. Aus Angst Yali könnte mit seiner Prophezeiung Recht behalten, werde ich mich zunächst vehement weigern auch nur einen Schritt gen Mhanadi zu machen. Wenn Yali allerdings nicht locker lässt werde ich mit einem „Na schön, du enervierender Sandfloh. Ich werde dir beweisen, dass du nicht zum Wahrsager taugst und dir zeigen, dass heute Abend am Mhanadi keine solche Reise beginnt!“ die Diskussion beenden. „Aber wehrteste Yasemine, verzeih, wenn wir zwei tumben Kameltreiber das Finale deiner Weissagung einfach übergehen. Es stehen immerhin noch zwei Karten aus, oder?“</p>
<p>Werte Meisterin, du siehst: ein weniger geordneter als eher viel verirrterer Dscheridan sitzt im Zelte Yasemines und weiß nun gar nicht mehr Recht, was er eigentlich denken soll.</p>
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