Für Banje das Ziel der strapaziösen Reise. Nie hätte er gedacht, so schnell die sagenumwobenene Pestbeule des Südens zu erreichen und sich seinem Gegner zu stellen.
Natürlich war die Seereise abenteurlich, aber doch nicht mehr als Mittel zum Zweck, interessiert einen Stadtmenschen wie ihn die Seefahrt doch so sehr, wie einen Dattelhändler die Seidenpreise in Wallusa. Freilich konnte er ein wenig Erfahrung in der Seefahrt sammeln, wer weiß ob es eines Tages nützlich sein mag.
Der Empfang in Al’Anfa war für Said nicht weiter spektakulär, wurden sie doch von einem offensichtlich adeligen Schiffsinhaber begrüßt und in den Hafen geführt. Alles Dinge, die Banje eigentlich nicht interessieren. Viel interessanter waren eigentlich die beiden Menschen (bzw. einen Menschen und einen Steindschinn, oder Zwerg), die sie noch während der Reise aus dem Wasser gezogen hatten, hatten Amira und Gormasch doch offensichtlich mit ihrem Fluggerät, einem myranischen Insektopter, schiffbruch erlitten.
Amira interessierte Banje auf eine ihm nicht näher definierbare Art. Dass sich sein Gefühl ihr gegenüber als richtig erwiesen hatte, zeigte sich spätestens im Hafen. Dort verschwand sie um eine ganze Weile später mit einer Gruppe Bediensteter und Sklaven wieder aufzutauchen. Offensichtlich ist die junge Frau nicht ganz unbetucht. Und dazu noch bereit ihren Reichtum mit denen zu teilen, die es nicht so gut getroffen haben, hat sie doch allen Reisenden als Dank für die Rettung ein Nachtlager angeboten.
Banje war vor allen Dingen vom Essen begeistert. So viel Luxus auf einen Haufen war ihm bisher verwehrt geblieben und er vergaß für mehr als einen Moment sein eigentliches Ziel aus den Augen. Dies wiederum führte dazu, dass er gleich in sein erstes Abenteuer hineinstolperte: Auf der Hochzeitsfeier einer entfernten Verwandten von Amiras Vater (oder so ähnlich) wurde die betuchte, freudig feiernde Gesellschaft von einem seltsamen Utulus-Krieger angegriffen, der hier offensichtlich etwas suchte. Dieser Krieger erregte aus zwei Gründen Saids Aufmerksamkeit. Zum einen durchdrang er mit seiner Waffe leicht die metallenen Waffen der abgestellten Leibwächter und zum anderen war ihm offensichtlich Saids Kampfkunst nicht ganz unbekannt.
Er nahm sich vor die Ziele dieses Kriegers im Auge zu behalten.
Am nächsten Tag widmete er sich aber zunächst einiger Recherche-Arbeit um die Spuren des schwarzen Schiffes zu verfolgen, das aus Khunchom aufgebrochen war. Auch hierbei war ihm Amira behilflich (mal davon abgesehen, dass sie das Pergament, dass er später erhalten sollte, lesen konnte), denn sie hatte einen Bekannten an der Magierakademie, die das Schiff offensichtlich ausgeschickt hatte. In dem kurzen Abriss, den er erhielt war der Name „Meister Dego Rezzabu“(LOGIKBUG?! Der Verfolgte heißt mit eigentlichem Vornamen Rezzabu, hier handelt es sich aber vielleicht um einen Nachnamen?!) aufgezeichnet. Vielleicht hat der Mörder seines Meisters Verwandschaft in Al’Anfa?!
Verkürzt:
Recherche in AlAnfa zum schwarzen Krieger, der offensichtlich schon eine ganze Woche in den Häusern der Reichen wütet.
Kauf eines Utulus-Sklaven, der irgend eine heilige Stätte am Visra aufsuchen möchte.
Besuch einer Grabstätte da offensichtlich wurde das Grab eines Utulus-Kriegers geschendet und ein Gegenstand daraus entwendet, das NaPamPam. Said ist nicht klar, um was es hier genau gehen soll und ängstigt sich ob der vielen Toten fast zu Tode
Am Abend besuchen die fünf Gefährten eine weitere Feier, beschließen dann aber, das Grab erneut aufzusuchen, um dem Krieger aufzulauern, bei dem es sich offensichtlich um einen Zombie handelt.
Der Zombie erkennt scheinbar die Kampfhaltung Saids und führt mit ihm eine Übungseinheit durch, genau wie Kazzan es getan hätte. Dabei legt sich ein Schleier der Illusion über die Szenerie, in der Said wie ein Moha-Junge aussieht und auch die anderen eine Moha-Gestalt annehmen. Danach kann der Utulus den Gefährten entkommen.
Dinge, die Said nach dieser Nacht bewegen:
Was überwiegt: Die Angst vor einem offensichtlich untoten Waldmenschenkrieger oder die Wissbegier möglicherweise einen guten Lehrmeister gefunden zu haben … Was hat es mit dem Krieger auf sich, war er auch ein Sa-Murajinim oder haben gar die Ordensbrüder ursprünglich von den Waldmenschen gelernt?
Wie an die Adresse von diesem Meister Dego Rezzabu kommen ohne zu sehr die Aufmerksamkeit darauf zu lenken. Amira beginnt schon jetzt zu neugierige Fragen zu stellen. Und vor allem: Wer ist das?! Ein Verwandter? Er selbst? Was hat er mit Alara gemacht?
Ist es angemessen der hohen Dame Amira als Dankeschön in Liebesdiensten zur Verfügung zu stehen? Etwas anderes hat Said nicht zu bieten.
Notizen am Rande:
Auf dem Schiff begleiteten uns zwei Mohas nach AlAnfa: „Fliegende Feder“ und „Tanzender Mond“. Unsere erste Schiffsbegegnung war mit Gordeon Ulfhardt. Ein Junge, der Said ein wenig die Stadt gezeigt hat und Mandarinen verkauft heißt Corwyn. Der Utulus-Krieger heißt Rabea.
Abenteuerpunkte
Banje (1. Stufe) – 250 AP nachträglich, aber spezielle Erfahrungen in Etikette, Seefahren, Totenangst und die waffenlose Sonderfertigkeit Beinarbeit (nach DSA4.0 nicht Bestandteil von Hruruzat)
Irdisches
Spielleiter Lars – Wochenende vom 18. bis 20. Juli 2008 in Christians Klausurphase in Kirchlengern mit Wiebke als Amira, Jens als Händler Jan Helmisch und Lars als Meister und ausklingend als Gormasch und Magister Luminov, die vorerst als NSC’s gespielt werden.