Auf in den Kampf?

Elizeth zieht dich mit sich, in Richtung Turm der Stürme.

Unterwegs lauscht sie deinen Schilderungen und kommentiert: „Diese Informationen können uns durchaus von Nutzen sein. Die Tafel im Keller musst du mir gleich einmal zeigen, vielleicht finden wir da den geheimen Zugang zu — warte, sagtest du gerade Satuaria und Vertrauter?“ Sie bleibt stehen und mustert dich von Kopf bis Fuß und schüttelt dann den Kopf. „Na das erklärt einiges. Aber Aranien stimmt, oder hast du mir da auch etwas vorgeflunkert? Ist die Frau die Dunchaban gefangen hält auch eine Hexe?“

Und unabhängig von deiner Antwort später: „Da sind wir schon ein seltsam gleich/ungleiches Paar: Die Magierin, die versucht ihren männlichen Kollegen in Rashdul zu beweisen, dass sie ihnen mehr als ebenbürtig ist, und der Hexer, der sich sorgt dem Erbe seiner Großmutter nicht gerecht zu werden.“

Da seid ihr auch schon am Turm der Stürme angelangt. Ohne lange zu fackeln zeichnet Elizeth diesmal das Luftsymbol an die Kellertür und ihr schleicht hinunter. Still ist es unten. Aber nur kurz, denn hocherfreut springt dir Ramal entgegen, sobald du den Treppenabsatz erreicht hast. Ohne Elizeth auch nur zu beachten springt er an dir hoch und legt dir beide Tatzen auf die Schultern. Er reibt sich an dir und auch ohne die dir entgegenwallende Gefühlsflut hättest du erkannt, wie froh er ist, dich zu sehen.

Es dauert eine geraume Zeit, bis er von dir ablässt, währenddessen hat Elizeth die kleine Tafel ausfindig gemacht, die du durch Ramals Augen gesehen hast. Als du schließlich zu ihr trittst, hat sie ihre magische Analyse abgeschlossen und erklärt dir in komplizierten akademischen Worten, dass ein Zauber in Tafel und Bodenplatte dafür sorgt, dass derjenige, der das richtige Zeichen auf die Tafel schreibt, mittels eines verankeren Zaubers an einen anderen Ort gelangt. Möglicherweise einen, zu dem keine normale Tür führt, und der sich irgendwo befinden könnte. Sie schlussfolgert, dass ein falsches Zeichen den Zauber gar nicht auslösen würde. Sie bittet dich, ihr das Zeichen zu zeigen, welches du gesehen hast. Du malst es so gut du kannst auf die andere, große Tafel. Unglücklicherweise gibt es mehrere alchemistische Zeichen, die so ähnlich aussehen.

Ihr probiert eine Weile herum. Du stehst mit Ramal auf dem Arm auf der Bodenplatte und Elizeth zeichnet ein Symbol nach dem anderen auf die Tafel. Beim dritten Versuch endlich, spürst du ein Kribbeln und Ziehen im Bauch, der Raum um dich herum verblasst und du findest dich in einer spärlich beleuchteten Höhle wieder. Von der Kühle und Luftfeuchtigkeit her, schätzt du, dass du dich unter der Erde befindest. Du stehst auf einer runden, mit Symbolen geschmückten Bodenplatte, ganz wie im Labor im Turm der Stürme und entdeckst auch hier ein kleines Täfelchen in die Wand eingelassen. Du befindest dich in einem Gang, der hier an der Platte endet. Der Lichtschein dringt vom anderen, fernen Ende her, von dort hörst du auch Stimmen. Du erahnst vereinzelt Türen entlang des Ganges.

Veröffentlicht von Mirya

Ein lebensfrohes kleines Bündel, das üblicherweise nicht auf den Mund gefallen ist, gute Gesellschaft ebenso wie gutes Essen genießen kann, und die sich wünscht es ginge immer allen überall gut.

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5 Kommentare

  1. “Das erklärt so einiges!”

    Ich lege den Kopf schräg, mustere Elizeth und versuche ihre Worte zu ergründen. Nach kurzem Zögern antworte ich ihr: “Nein, ist sie nicht. Aber wie du ja mitbekommen hast ist auch sie magiebegabt. Ich erkläre dir alles weitere wenn wir im Turm der Stürme sind. Und ja, ich komme aus Aranien, das ist die volle Wahrheit. Und alles was ich dir bezüglich meiner Motivation sagte im Grunde genommen auch.”

    Als sie dann später ihren Kommentar bezüglich des ungleichen Paares fallen lässt lache ich nur freudlos. Jetzt wo wieder Leben in mich kommt, bemerke ich in mir eine größer werdende Entschlossenheit. Dunchaban wird für all das büßen.

    Als wir dann so ohne Probleme Ramal wieder finden vergesse ich einen Augenblick alles um mich herum und ignoriere auch, sollte Elizeth uns mit geringschätzigen Blicken strafen. Ich bin völlig außer mir vor Freude und komme auch nicht umhin meine Stirn fest gegen die seine zu drücken, wenn er wieder mit allen Tatzen auf den Boden geht und ich mich zu ihm hocke. “Danke mein Freund. Ich werde dir nie vergessen, wie du mir in der Einsamkeit im Stein beigestanden hast. Nun lass uns diesem Spuk hier ein- für alllemal ein Ende setzen!”

    Ich erhebe mich und geselle mich dann zu Elizeth, schaue ihr aber eher neugierig bei ihrer Suche zu: “Elizetz, das Ritual, das Dunchaban plant … er behauptet es mache ihn zum Herrscher aller Luftelementare. Er liegt in einem erbitterten Zwist mit einem mächtigen Luftdschinn. Und meine Weggefährtin Larissia, sie ist … sie ist … halb Mensch, halb Dschinn und spielt scheinbar eine zentrale Schlüsselrolle in dem Ritual.”
    Ich lasse ihr Zeit darauf zu reagieren und erinnere sie ggf. an unsere Suche nach dem richtigen Zeichen, sollte sie sich nun wieder in irgendwelchen Ausführungen ergehen.

    Ich versuche mir die Zeichen einzuprägen, die sie malt. Falls ich die Gelegenheit habe schaue ich nochmal genau hin, als es zu prickeln beginnt. Auf der anderen Seite bitte ich Ramal gedanklich wieder auf den Boden zu springen und trete dann auch einen Schritt beiseite in der Annahme Elizeth möge uns bald folgen.

    Dann schleiche ich vorsichtig los, drücke mich in die Türnischen und deute auch Ramal an es mir nachzutun.

  2. Als du Dunchabans Ritual schilderst, beißt sich Elizeth ärgerlich auf die Lippe. “Elementarmagie ist nicht gerade meine Stärke! Andererseits mag es uns auch zum Vorteil gereichen, dass Elementare und Dämonen nicht gerade gut aufeinander zu sprechen sind…
    “Herr aller Luftelementare” das klingt für mich allerdings etwas größenwahnsinnig. Da müsste man schon einen Elementarfürsten binden, und ich kann dir versprechen, dass er das nicht freiwillig mit sich machen lässt… Und deine Weggefährtin trägt Dschinnenblut in sich? Ich hätte nicht gedacht, dass das möglich ist. Es gibt zwar vereinzelte Berichte über solche Wesen, aber die habe ich bisher milde belächelt… Es wird also auf jeden Fall interessant werden. Warum wehrt sie sich dann eigentlich nicht selbst gegen Dunchaban?”

    Die Reise mit dem magischen Portal in die unterirdische Höhle dauerte nur wenige Augenblicke, fühlte sich aber ähnlich an wie die Reise in die Welt des Dschinns.
    Noch leicht schwindelig und von Übelkeit geplagt wartest du im Gang der Höhle auf Elizeth, aber sie erscheint nicht. Als du das Wandtäfelchen betrachtest, entdeckst du dort noch den Umriss des gezeichneten Symbols, welcher nur ganz langsam verblasst. Vielleicht braucht dieser Zauber eine Zeit, um sich wieder aufzufrischen, bevor man ihn erneut nutzen kann, schießt es dir durch den Kopf. Also beschließt du zumindest die unmittelbare Umgebung erstmal ohne Elizeth zu erkunden.
    Du prägst dir das Symbol ein. Dann heißt du Ramal leise zu Boden springen und ihr schleicht den Gang entlang zur ersten Türnische. Ramal bereitet das Schummerlicht keine Schwierigkeiten – er geht auf lautlosen Pfoten voraus. Deine Augen gewöhnen sich nur langsam an das Schummerlicht, aber je näher ihr dem anderen Ende des Gangs kommt, desto heller wird es ja.
    Es gibt je zwei Türen auf der linken und der rechten Seite des Ganges. Als du die erste vorsichtig einen Spalt auf drückst, ertönt ein leises Quietschen von den Angeln. Drinnen ist es dunkel.
    Möchtest du zuerst die Räume erkunden oder zieht es dich direkt zum erleuchteten Ende des Ganges? Dein Eindruck ist, dass dort Stufen hinab gehen in einen größeren Raum, in dem sich zwei Männer unterhalten.

  3. Zwar drängt es mich direkt dorthin vorzudringen wo ich den verhassten Feind vermute doch will ich zunächst mal wissen, was das hier eigentlich für ein Ort ist. Vielleicht geben die zwei Räume Aufschluss darüber, deshalb will ich doch noch einige Zeit darauf verwenden mich hier umzuschauen. Wer weiß wofür es gut ist. So drücke ich denn die Tür ganz behutsam und so langsam es eben geht weiter auf, so dass etwas von dem Schummerlicht hineinfällt. Meine magische Kraft nun auf Katzenaugen zu verschwenden wage ich gerade nicht.
    Wenn ich mir einen Eindruck verschafft habe, schleiche ich weiter den Stimmen folgend in die Tiefe.

  4. *Es sind vier Türen – zwei rechts, zwei links.* Auf geratewohl hast du die erste linke geöffnet und halb tastend, halb sehend ein großes Regal mit gläsernen Behältern ausgemacht. Der Raum ist nicht viel größer als das Regal – eine Art Lagerkammer. Hinter der Tür gegenüber stößt du dir zunächst mal kräftig den Kopf an einer Seilwinde, von der ein langen Seil in eine Felsspalte hinabführt – ein Brunnen. Zum Glück hast du dir nur den Kopf gestoßen und bist nicht mit dem Fuß abgerutscht… Etwas vorsichtiger ertastest du dir also den dritten Raum, der zweite auf der rechten Seite. Du ertastest etwas stoffiges weiches, was auf einem Holzklotz oder einer Kiste liegt. Daneben landet eine Hand in eine Schale mit etwas nassem. Das Gefäß ist etwa schulterbreit, rund und etwa eine handbreit mit geruchsloser Flüssigkeit gefüllt. Du trittst zurück ins Schummerlicht – und siehst deine Hände feucht schimmern, die Flüssigkeit scheint klar oder hell gefärbt zu sein. Die Tür, der du jetzt gegenüberstehst, hat an der Außenseite einen Riegel. Du willst ihn gerade anheben als du aus dem Raum am Fuße der Stufen Dunchabans sich nähernde Stimme hörst. „Ich bereite mich vor. Du kümmerst dich solang um das Mädchen!“

  5. Waren im Bereich, in dem ich mich manifestierte irgendwelche Nischen in denen Ramal und ich uns verbergen könnten? Es wäre mein erster Impuls mich dort irgendwo in die Dunkelheit zu hocken. Wenn ich mich an keine solche Nische gesehen habe, dann wäre eine zweite Option sich in dem kleinen Schrank zu verbergen, wenn Ramal und ich denn hineinpassen. Wenn auch das von den räumlichen Gegebenheiten her nicht passt, dann ist mein Impuls den Riegel umzulegen und mein Glück mit der letzten Tür zu versuchen, darauf hoffend dass Dunchaban beim Vorbeigehen nicht auffällt, dass der Riegel umgelegt ist. Könnte es sich beim Raum mit dem Stück Stoff und der Schüssel mit der Flüssigkeit um einen Abort handeln?

    Kurz denke ich noch an Elizeth, sollte “sich vorbereiten” bedeuten, dass Dunchaban sich zurück in den Turm der Stürme teleportiert. Sie zu warnen scheint mir aber jetzt unmöglich, so hoffe ich, dass sie sich selbst zu helfen weiß.

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