Der dienstbare Windgeist entfernt sich mit einem zustimmenden Kopfnicken und du schwingst dich frohen Mutes auf dein Board – die Wunschdatteln sicher in der Hosentasche verstaut.
Etwas Gutes lässt sich dem vermaledeiten Schlaftrunk schlussendlich doch abgewinnen: Du bist so gut erholt, dass dich die ersten Flugstunden überhaupt nicht erschöpfen. Es geht zwar durch monotone Wüstenlandschaft, aber du nutzt die Zeit um deine Gedanken zu sortieren und dir Fragen an Birshen zurecht zu legen. So legst du an der Höhle des Einsiedlers nur einen kurzen Stopp ein, um deine Beine auszuschütteln, und füllst deinen Wasserschlauch in der Höhle. Erfrischt und durch die Energie, die dieser Ort ausstrahlt gestärkt ziehst du zügig weiter.
Der zweite Teil des Fluges verlangt dir allerdings mehr ab. Zunächst wirst du Zeuge eines spektakulären Sonnenuntergangs, der die Wüste in flammende Rottöne taucht, was aus der Vogelperspektive betrachtet um sehr eindrucksvoll wirkt. Als jedoch das Tageslicht schwindet, werfen die Berge immer längere Schatten und im Dunkeln fällt es dir unerwartet schwer, die einzelnen Bergrücken auseinander zu halten. Auch Rashids Karte hilft dir jetzt kaum weiter, obwohl du sie im Licht der fast vollen Mada gut lesen kannst – diese Berge wollen des Nachts einfach nicht so aussehen wie auf seiner Zeichnung.
Nach dem Motto „hoch ist auf jeden Fall gut“ erreichst du jedoch schließlich den Gebirgskamm. Und mit konzentriertem Blick vermagst du tatsächlich in die eine Richtung die charakteristische Silhouette des Magierturms entdecken. Inzwischen bist du verspannt, durchgefroren und hungrig, so dass du die prächtige Landschaft, die dich umgibt keines weiteren Blickes würdigst. Du beschleunigst ein letztes Mal und hältst schnurstracks auf das Gebäude zu.
Es ist sicherlich weit nach Mitternacht als du schließlich in Birshens Garten landest. Aus dem Turm dringt kein Lichtschein. An der Tränke dösen ein Pferd und eine Ziege. Den Umriss des Geparden, nach dem du dich verstohlen überall umsiehst, erkennst du nirgends.
Leise, um niemanden zu wecken schleichst du dich in den Turm – jedoch hast du die Rechnung ohne die magische Tür gemacht, die dir lautstark verkündet der Meister komme gleich.
So kommt es, dass du kurz darauf mit einer schlaftrunken Birshen in der Küche sitzt, warmen Tee und Getreidebrei schlürfst und von deinen Abenteuern berichtest. Von Birshen wiederum erfährst du, dass Rashid mit Ria unterwegs ist um färbende Pflanzen und Krebsschalen zu sammeln. Sie erwartet ihn nicht vor übermorgen, denn er muss einen bestimmten Bach erreichen, um die Krebse zu fangen. Er scheint ihr ein liebgewonnener Besucher und Schüler geworden zu sein. Im Treppenhaus hängen farbenfrohe Zeichnungen. Möglicherweise genießt Birshen die Abwechslung zur ewigen Einsiedelei mehr als sie es offen zugibt.
Von deinen Erlebnissen im Reich des Dschinns ist die wissensdurstige Tochter Satuarias ausgesprochen fasziniert. Neugierig hört sie sich alles an, auch deine Beschreibung von Larissias Geburtsmal. Für Birshen klingt die Idee, dass ein Mensch das Kind eines Dschinns sein könne, gar nicht so abstrus, wie sie dir vielleicht zunächst vorkam. „Es ist selten, dass ein Geschöpf aus reiner Magie sich so unserem derischen Dasein verschreibt, dass er eine sogar eine Liebesbeziehung zu einem Menschen eingehen würde, aber es ist nicht undenkbar… Er würde aber Hilfe benötigen um Vater zu werden… Wie kann ich das erklären? Ich nehme an, die Sphären-Theorie der Magie sagt dir nichts, Dscheridan? Es ist ein furchtbar kompliziertes theoretisches Konstrukt, aber es hilft, sich die Welt aus der Sicht eines elementaren Wesens vorzustellen..“ sie seufzt, „also sagen wir es vereinfacht so: Du und ich, und alles was uns umgibt, wir leben hier auf Sumus Leib. Und nun nimm an, es gebe außer diese Welt noch andere Welten. Wie zum Beispiel die Oase des Dschinnes. Die Dinge dort sind vielleicht ganz anders geartet und folgen anderen Regel als in unserer Welt….“ Irgendwie verspürst du inzwischen die Erschöpfung vom Flug so dermaßen, dass es dir schwerfällt, Birshens komplexen Ausführungen in Gänze zu folgen. Du verstehst aber folgendes: Dschinne leben für gewöhnlich in der Welt der Geister. Um in die der Menschen zu wechseln, müssen sie von einem Beschwörer gerufen werden. Die meisten Geister flüchten danach schnell in die Geisterwelt zurück, manchen und zwar gerade Dschinnen, gefällt es bei den Menschen hin und wieder so gut, dass sie länger verweilen als sie müssen. Trotzdem bleiben sie körperlose Wesen, die nur über Magie mit der Welt interagieren können. Ob, um ein Kind zu zeugen, pure Magie ausreicht, vermag Birshen nicht zu ermessen. Sie hat aber wohl schon etwas davon gehört, dass Geister in tote, lebende, oder künstliche Körper hineinbeschworen worden seien – von allein könne sich ein Geist keinen Körper schaffen meint sie.
Zur Oase des Dschinns denkt sie, dass es wohl so etwas ähnliches wie die Geisterwelt der Luft sein könnte. Aber eine Miniatur- Ausgabe davon, wie eine Seifenblase, innerhalb einer anderen Seifenblase, die sich außerdem an bestimmten Stellen (Steinbogen, See) mit der Menschenwelt überschneidet. Sie fragt sich allerdings, warum der Geist nicht aus seiner Oase heraus kommt, um hinter seiner angeblichen Tochter herzujagen.
Zur Glocke bestätigt sie dir, dass sie wohl ein Artefakt von Menschenhand sein könnte. Es gäbe in der Gegend um Rashdul viele Artefakte an denen Geister gebunden wären – Wunschringe, Zauberlampen etc. – mit denen jeder beliebige Benutzer den entsprechenden Dschinn herbeirufen kann ohne selbst beschwören zu müssen. Ob man sie stehlen kann? Warum nicht?
Nun rauscht dir der Kopf vor all den Informationen und du beschließt dich ein wenig zu ruhen. Birshen bekräftigt dich in dem Vorhaben und bietet dir ihr Lager an. „Ich werde nachher noch etwas Kochen, und dir dann etwas stehen lassen. Allerdings wirst du den Rest des Tages und vor allem die Nacht auf mich verzichten müssen. Du weißt sicher, es wird Vollmond sein. Ich breche am Mittag mit Heshinja auf – wir haben da einen gemeinsamen Ort… Der Turm und der Garten gehören also ganz dir, wenn du pfleglich damit umgehst. Aber wenn mich nicht alles täuscht, gibt es da ja auch jemanden, der auf die Nacht und auf dich wartet… Erst ist er dir nachgelaufen – aber nach 2 Tagen kam er zurück. Wahrscheinlich hat er deine Witterung im Gebirge verloren. Seitdem ist er ewig auf Streifzug, kommt aber immer abends vorbei und hält nach dir Ausschau…
Möchtest du etwas erwidern und was sind deine weiteren Pläne für den Tag? Einige Stunden Schlaf werden dir zwischendurch auf jeden Fall guttun, daneben bleibt aber auch noch Zeit für andere Dinge, wenn du willst.
Ich gähne herzhaft, aber eine Frage brennt mir doch noch sehr auf der Seele und als Birshen ihre letzten Worte gesprochen hat erwidere ich: “Du glaubst also auch, dass der Gepard … aber … wie kann so etwas sein?” Egal was sie darauf erwidert frage ich, nachdem ich ihre Antwort angehört habe, nicht ganz ohne Schwermut in der Stimme: “Birshen? Werde ich wissen, was zu tun ist? Meine Lehrmeisterin hatte keine Gelegenheit mich darauf vorzubereiten.”
Birshen lächelt überrascht: „Ach, so ist das? Du brauchst keine Zweifel zu haben. Wenn dein Vertrauter dich gefunden hat, dann hast auch du ihn gefunden. Glaube mir. Wenn er heute abend hier aufkreuzt, und es so sein soll, dann wirst du es spüren!“ Du runzelst die Stirn: “Birshen? Werde ich wissen, was zu tun ist? Meine Lehrmeisterin hatte keine Gelegenheit mich darauf vorzubereiten.” Wieder lächelt sie sanft, dann nimmt sie deine Hände und sieht dich eindringlich an. „Überlass ihm die Führung. So ein machtvoller Vertrauter wird schon wissen, was zu tun ist. Und auch du bist nicht ganz untalentiert, also verlass dich auf deinen Instinkt. Jede Bindung zwischen einem Nachfahren Satuarias und seinem Vertrautentier ist anders, und so ist auch das Ritual jedes mal ein wenig anders. Sei offen für das was geschieht und hör auf deine Gefühle. An einer Stelle wirst du diese Gesten benötigen:“ Sie tritt hinter dich, greift deine Hände und führt sie. Sie vollführt zwei Kreise, dann einen großen, dann Schöpft sie dreimal. Die Bewegungen sind nicht schwer zu merken und fühlen sich natürlich an. Dann tritt sie wieder vor dich. „Sei unbesorgt. Du bist bereit!“ Sie streckt sich auf die Zehenspitzen und drückt dir einen Kuss auf die Stirn. „Ich danke dir, du hast in mir die Erinnerung an meine erste Vollmondnacht mit Heshinja heraufbeschworen! Und jetzt ruh dich aus, das ist die beste Vorbereitung, die du haben kannst!“
Jetzt da durch Birshens Bestätigung meine vage Ahnung zu einer Tatsache zu werden scheint bin ich sehr aufgeregt und froh darüber, dass ich von der langen Reise so sehr erschöpft bin, dass ich vermutlich trotzdem schnell in den Schlaf finden werde.
Nie habe ich bisher so richtig verstanden, was die Besonderheit in der Beziehung zwischen meiner Großmutter und ihrem Kater ist. Jetzt beginne ich zu erahnen wie sie sich anfühlt, erlebe ich doch jetzt schon ein ganz neues Gefühl der Vorfreude und dieses seltsame Bedürfnis den Geparden in meiner Nähe zu haben.
Dies sind die Gedanken mit denen ich dann hoffentlich einschlafe.
Den nächsten Vormittag erlaube ich mir den Luxus von der Hektik meiner Queste zurückzutreten. Ich tröste mich damit, dass mir die magischen Datteln helfen werden die verlorene Zeit wieder herauszuholen und vergesse für diesen einen Moment, was mich eigentlich so dringend bewegt. Wenn heute wirklich das passiert, was ich langsam mehr erhoffe als befürchte, so ist die Wichtigkeit dieses Ereignisses groß genug als dass ich hier verweile.
Ich schnappe mir das von Birshen bereitgestellte Frühstück und sollte das Wetter sonnig sein, so mache ich mich, nur in meine Beinkleider gewandet, auf in den Garten. Ich genieße die Sonne und den Wind auf der Haut und die Steine und den Sand unter meinen nackten Füßen. Nach allem geschehenen werde ich zunächst dem Müßiggang nachgeben, in der Sonne dösen und meinen Gedanken nachhängen. So richtig wissen, wie ich mich gut vorbereiten oder was ich tun könnte tue ich ohnehin nicht. Wenn mir das zu langweilig wird und auch meine aus den Tiefen des Gedächtnisses gekramten Meditationen keine Gefühlsveränderung mit sich bringen, so schlendere ich zuerst durch den Garten. Vielleicht taucht Gepard ja auf. Wenn nicht lasse ich mich weiter treiben und durchstreife gleichsam neugierig Birshens Turm. Vielleicht entdecke ich ja etwas, das mich ablenkt.
Sollte Gepard irgendwann auftauchen, so kann es sein dass ich zunächst relativ verunsichert bin. Hatte ich bisher das Gefühl deutlich meine Position als Rudelführer klar gemacht zu haben, so weiß ich nicht so recht, wie ich derjenige zu sein habe, der führt sich aber auch führen lässt. Meine Freude kann ich dann jedenfalls trotzdem irgendwann nicht im Zaum halten. Immerhin sehe ich meine Hoffnung durch sein Auftauchen dann ja auch als erfüllt an und in meinen Ohren echoen Birshens Worte “Du bist bereit.”
Der Morgen dämmert bereits, als du dich Schlafen legst. Du erwachst gen Mittag durch hölzernes Geklapper aus dem Obergeschoss.
Als du nachschauen gehst, wirst du Zeuge von Birshens Abreise über den Balkon. Ihr Fluggefährt ist eine Tür, die auf der einen Seite mit einem Wandteppich bespannt ist. So sieht es in der Luft von unten aus wie ein fliegender Teppich – ein Gefährt würdig eines Magister ibn Esy. Nachdem du Birshen gewunken und dich an dem Frühstück gütlich getan hast schlenderst du in den Garten. Leider ist er bis auf Ziege und Pony leer. Also setzt du dich ein wenig in die Sonne, und lässt die Umgebung auf dich wirken. Es kommt dir vor, als seien deine Sinne heute merkwürdig geschärft. Unheimlich klar schrillt dir das Meckern der Ziege in den Ohren, und schließlich entscheidest du, sie für heute irgendwo anders anzupflocken. Es kostet dich einiges an Überzeugungskraft, aber dann hast du den Garten endlich ganz für dich allein. Du suchst dir einen gemütlichen Sitzplatz an einem der Bewässerungskanäle und lässt beiläufig die Füße ins Wasser baumeln. Auch ein Bad in Birshens großer Wanne wäre verführerisch – aber dein Schwur hält dich davon ab (oder wie ernst ist es dir mit dem – ich verstehe dich so, dass du vorhast dich nicht mehr zu waschen bis du die Domna gefunden/nach Hause gebracht hast?) und so genießt du nur das kühle Kitzeln an deinen Fußsohlen. Tief saugst du die frische Bergluft ein. Der Baum, an dem du dich angelehnt hast verströmt einen süßlichen Duft. Du schnupperst erneut, diesmal mit geschlossenen Augen, dann hast du den Duft erkannt: Zimt!… „Zimt ist stark und brennt wie Feuer. Hat keine Angst vor Nacht und Wasser.“ echoen dir da Yasemines Worte im Ohr. Der Beginn deiner Reise… Mherwed… In der Mittagssonne dösend träumst du dich für einen kurzen Moment zurück nach Hause. Zu deiner Großmutter, wie streng und lästig sie auch gewesen sein mag, zu deinen prächtigen Gemächern, den üppigen Speisen, zu allem, was vor kurzen noch der Mittelpunkt deines Lebens war. Zu Yali. Was wird er sagen, wenn du ihm erzählst, was dir inzwischen alles widerfahren ist? Wie du dich inzwischen verändert hast? Kannst du es ihm überhaupt erzählen? Nicht in allen Einzelheiten soviel ist klar. Und da spürst du auf einmal wie gerne du jemanden hättest, dem du dich anvertrauen kannst. Dem du nichts verschweigen oder umständlich umschreiben musst. Der dich ohne Worte versteht. Und als nächstes macht sich eine ungewisse Vorfreude in dir breit, als dir klar wird, dass es bald vielleicht genau so jemanden geben wird. Jemanden, der alle Erlebnisse mit dir teilt. Der dich ein Stück des Wegs begleitet hat und weiter begleiten wird. Der dich trösten, aufmuntern und ermutigen kann. Der deine Geheimnisse kennt. Du öffnest die Augen und hälst Ausschau nach ihm aber der Garten bleibt leer.
Unruhig beginnst du herumzustromern. An einigen Stellen steigt dir sein markanter Raubtiergeruch in die Nase, aber entdecken kannst du den Geparden nirgends. Was, wenn sich alle getäuscht haben, und er gar nicht wieder hier auftaucht?
Um diesen Gedanken zu verscheuchen und dich abzulenken beschließt du in den Turm zu gehen. Du durchstöberst ihn von oben nach unten. In Birshens Studierzimmer schmökerst du in einigen Schriftrollen. Langeweile und umständliche magische Betrachtungen, hauptsächlich gildenmagischen Ursprungs (wohl von den Magiestudenten verfasst, die Birshen erwähnte…) Der Schreibstil erinnert dich stark an Maruch, und da du an ihn grad nicht denken willst liest du nicht weiter. Schmunzeln musst du über ein Papier mit dem Titel „von den Hexenthieren und ihren arkanen Kräften“ – welches Birshen wohl „zufällig“ für dich auf ihrem Pult liegen lassen hat. Leider hat der Verfasser noch viel weniger Ahnung von der Vertrautenbindung als du, wie du schnell feststellst. Als du das Papier sinken lässt, entdeckst du auch die Notiz die Birshen dir eilig daneben gekritzelt hat – „dies Papier bewahre ich mehr zur Erheiterung… du zweifelst doch wohl nicht noch immer?“ Du stromerst weiter. In der Vorratskammer entdeckst du einen großen Schinken. Du schneidest ein Stück ab und legst es in den Garten. Nichts passiert und es zieht dich wieder rein, weil dir an der Rückwand der Vorratskammer eben etwas aufgefallen ist.
Du hattest sie bei deinem letzten Besuch nicht bemerkt, aber dein heute so aufmerksamer Geruchssinn hat dich zu ihr geführt. Eine unauffällige Holztür. Hinter all den aufgehängten Vorräten fällt sie kaum ins Auge, aber aus dem Türspalt dringt ein dir unbekannter, leicht beißender Geruch, welcher auch deine Aufmerksamkeit dorthin gelenkt hat.
In dem unverschlossenen Raum dahinter stößt du auf eine wahre Hexenküche. Es gibt viele kleine kupferne Kessel, aber auch gläserne Apparaturen. Die meisten stehen still und glänzend da, aber in einer Ecke brodelt etwas auf winziger Flamme vor sich hin. Du trittst heran und entdeckst einem Topf eine Paste von intensiv grüner Farbe. Auf einer Arbeitsfläche in der Nähe stehen mehrere gleichgroße Tongefäße. Einige leer, andere mit gelbem und blauen Pulver gefüllt. Auf einem Pult liegt ein Buch mit komplizierten Symbolen und umständlichen Erklärungen. Du begreifst aber wohl, dass es um die Herstellung oder Reinigung von Farbpigmenten geht. Nachdem du auch die anderen Behälter und Apparaturen beäugt und beschnuppert hast, treibt dich irgendwann der Hunger zurück in die Küche. Du schneidest auch dir ein Stück von dem Schinken ab und setzt dich zu Tisch. Zusammen mit den Resten vom Frühstück ergibt es eine sättigende Mahlzeit. Du bist gerade fertig mit Essen, als du ein Jaulen aus dem Garten hörst. Deine Nackenhaare stellen sich auf. Etwas beginnt!
Wenn du soweit mit dem Verlauf des Tages stimmig bist, und keine Ergänzungen hast, lies weiter beim nächsten post
Ein kleiner Hinweis am Rande: Mich gar nicht mehr zu waschen war mir weniger in den Sinn gekommen als den Standesdünkel loszuwerden und Natur, Schmutz und Sand als natürlicher Begleiter zu akzeptieren und mich nicht mehr von krankhafter Reinlichkeit und dem Wunsch nach einem weichen Bett beherrschen zu lassen.
Das Reinwaschen bezog sich mehr auf die Schmach, die erst dann weg sein soll, wenn ich meine Aufgabe erfüllt habe.
[Regeltechnisch hätte ich übrigens folgenden Vorschlag: Ich könnte den Nachteil „Raumangst“ notieren und nach und nach die Punkte der krankhaften Reinlichkeit und Verwöhnt darauf übergleiten lassen.]
Und nun nichts wie auf nach draußen in den Garten …