Der Händler

Nachdem sich Amira eine Weile wieder in Al’Anfa aufgehalten hat ruft schlussendlich die Pflicht. Sie erhält von Gormasch Eisenbart einen Brief, in dem er sie um Unterstützung bei der Erkundung der Zwergenbinge bittet und ein Treffen in Albenhus veranlassen möchte. [Diese Beschreibung spoilert das Kaufabenteuer „Der Händler“]

Zwar hatte Gormasch tatsächlich einen Brief geschrieben, allerdings wurde dieser von Archon Megalon abgefangen und erweitert, wie auch der Brief, den Amira als Antwort schickte. Nun ist also das erreicht, was Megalon geplant hat: Die zwei Spielfiguren wieder in Reichweite des Drachen bringen um die Wette aufrecht zu erhalten. Das Gormasch auf dem Weg nach Albenhus per Zufall schon auf Ebelfried Eisinger trifft kommt Megalon gerade gelegen. Wie von ihm vermutet ziehen die beiden „Abenteuer“ geradezu an und so hilft er nur beim Zusammentreffen von Gormasch und Amira in Eisingers Haus etwas nach, indem er eine Meute Schlagwütiger junger Menschen auf den Sohn Eisingers hetzt. Durch das selbstlose Verhalten der zwei Protagonisten fühlt Eisinger seine Stunde gekommen und bindet sie in seine Pläne ein Al’Fessir, den vermeintlich bösen Händler ins Gefängnis zu bringen. Die zwei steigen voll drauf ein und schöpfen beim reibungslosen Ausführen auch dann noch keinen Verdacht, als ihnen das Beweisstück (welches doch von unglaublich offensichtlicher Natur ist), welches Al’Fessir belastet, in die Hände fällt. Es kommt zur Verurteilung des Novadi, zurück bleibt das ungute Gefühl der Zwei nicht ganz korrekt gehandelt zu haben.
Sie beschließen noch einmal ein wenig tiefer zu graben, als sich ihr schrecklicher Verdacht auch schon bestätigt. Die hilflose Delilah vertraut sich den zwei Recken an, erpresst worden zu sein und die Beweise höchst selbst (einen Brief und ein Fläschchen Gift) im Hause ihres Herren versteckt zu haben. Gormasch und Amira (ja, auch sie) geraten in einen Gewissenskonflikt und willigen sofort ein zu helfen. Mit knapper Not können sie schlussendlich den Tatbestand aufdecken, genug Beweise sammeln (in Form eines vom Dachs unterschriebenen Briefes mit einer seiner Haarsträhnen) und Eisinger enttarnen.

Während dieser ganzen Haupthandlung hilft den beiden bei der Informationssuche der kleine Straßenjunge Peck. Außerdem versucht Gormasch weiterhin herauszufinden, ob jemand etwas über die Zwergenbinge weiß. Ellgiv der Schreiber (selbst an der Haupthandlung beteiligt) zum Beispiel stammt aus einer Familie, die in Ungorosch gelebt hat.

Schlussendlich beschließt Gormasch nach Xorlosch, der heiligen Stadt der Zwerge zu gehen und dort in den heiligen Gewölben nach weiteren Informationen zu suchen. Amira wird ihn dorthin begleiten. Aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg …

[Randnotiz: Einem fiktivem Handelspartner Eisingers gab ich den Namen Travin Derbelstein. Dieser lebt in Khunchom.

Amira verlor ein Duell gegen den jungen Morco.

Der kleine Peck ist pfiffig im Hütchenspiel.

Die zwei schlossen relativ gute Freundschaft mit Otmar Seiler, was sehr dazu beigetragen hat, den Fall ordentlich aufzuklären.]

Mit einem scheuen Augenaufschlag tritt die novadische Tänzerin an euch heran: „Ich nicht weiß, wie euch danken. Ich nicht viel Geld … aber diese hier, diese nehmen für Dank.“ Mit diesen Worten drückt sie Amira einen samtenen Beutel in die Hand. Als Amira sich den Inhalt des Beutels in die Hand schüttet, staunt sie nicht schlecht: Das Diadem, welches Delilah während des Tanzes getragen hat – aus Silber gefertigt und mit mehreren kleinen Halbedelsteinen geschmückt. Auf Nachfrage habt ihr erfahren, dass sie es selbst erst kürzlich, vor 10 Tagen um genau zu sein, von einem Verehrer, der bei Al-Fessir zu Gast war, geschenkt bekommen hat. Al Fessir erzählt euch, es handle sich bei dem Mann um Colmar Fischer, einen Fellhändler aus Abilacht.

Zwei Tage sind seit dieser Szene vergangen und du, Amira, drehst das edle Schmuckstück nachdenklich in Händen … ein Drachenauge …

„Pass auf, dass dich der braune Harro nicht von hinten erschlägt und es dir wegnimmt, so sehr wie du in Gedanken versunken bist!“ raunzt dich Gormasch an, der gerade aus dem Wald an euer Nachtlager herantritt und einen Teil des gesammelten Holzes krachend neben dem Feuer zu Boden fallen lässt, den anderen Teil direkt in die Glut wirft. „Pah, der Räuber, der sich heimlich an mich heranschleicht muss erst noch geboren werden, sage ich dir. Und so einen dahergelaufenen Straßenräuber mache ich doch mit links fertig.“ „Ich nehme an so wie den ehrenwerten Herrn Morko, offiziellen Erben des Hauses Eisinger.“

Das hat gesessen. Aber nach streiten ist euch zweien eigentlich gar nicht zumute, so wechselt ihr schlussendlich das Thema. Tatsächlich wurdet ihr mit vielen guten Wünschen, aber auch einigen Warnungen aus der Stadt verabschiedet. Vor Bären solltet ihr euch in acht nehmen, vor dem bösen Blick garstiger Hexen, vor Baumdrachen, die in diesen Wäldern jagt auf Menschen machen (tatsächlich wisst ihr aber mittlerweile aus Prems Tierleben gut genug, dass Baumdrachen vor allen Dingen wie die Elstern auf glitzernde Gegenstände aus sind und nicht auf Menschenfleisch) und vor dem braunen Harro und seiner Bande. Dieser Ratschlag kam von Otmar Seiler und Augenzwinkernd fügt er hinzu, dass ihr als große Detektive und Überführer aller Übeltäter vielleicht eine kleine Jagt veranstalten solltet, schließlich winke eine nicht zu verachtende Belohnung für den Fänger des braunen Harro und ihr wäret schließlich geübt in diesen Dingen.

Aber ihr habt abgewunken. Xorlosch wollt ihr sehen, die große und heilige Zwergenstadt und nicht schon wieder Jagt auf Verbrecher machen. So verließt ihr morgens nach dem Fest in Al-Fessirs Haus die Stadt Albenhus, ausgestattet mit zwei großen Rucksäcken mit ordentlich Proviant und verschiedenen Dingen, die man so auf Wanderschaft braucht.

Außerdem seid ihr ja – auch wenn das nur ein Nebenziel eurer Reise ist – auf einer ganz anderen Jagt. Und diese Suche, die es ja vielmehr ist, beschäftigt dich, Amira – die dir ja viel weniger an dieser ollen Binge gelegen ist – seit eurer Abreise viel mehr. Al-Fessir konnte dir erklären, dass es sich bei dem Stein um einen Halbedelstein handelt, den man gemeinhin als Drachenauge bezeichnet. Es handelt sich dabei um eine Amethyst-Abart, die man für gewöhnlich nur in Südaventurien findet und die spröder als die eigentlich violetten Amethyste sind, was eine Verarbeitung erschwert und das Drachenauge dementsprechend weniger wertvoll macht. Seinen Namen trägt er aufgrund manchmal auftretender Verunreinigungen, die den Stein mit richtigem Lichteinfall und etwas Fantasie eben wie ein Katzen- oder Drachenauge aussehen lassen. Auch Gormaschs Stein hat eine solche Verunreinigung und ihr seid euch irgendwie sicher, dass auch Rondrians Schwertknauf diese „Pupille“ besitzt.

Man muss kein begnadeter Studiosi sein um vermuten zu können, dass dies alles kein Zufall ist. Aber was bezwecken diese Steine? Und vor allem, warum hast du nicht einen solchen Stein erhalten als du im Dschungel unterwegs warst? Kommen die Steine von der Gestalt mit der Kutte? Wenn ja, warum macht sie es sich so schwer? Und wenn nein, wer verteilt diese Steine dann – und vor allem warum sorgt man dafür, dass immer ihr sie erhaltet? Jedenfalls bist du dir mittlerweile ziemlich sicher, dass es sich bei der Gestalt um einen Druiden handelt. Warum kannst du nicht genau sagen, es ist ein unbestimmtes, dennoch fast greifbar sicheres Gefühl.

„Amira, hast du mir überhaupt zugehört?“

„Verzeih, ich war gerade wieder in Gedanken, was sagtest du gerade?“

„Ich berichte dir von der großartigen Vergangenheit der Zwerge und du hörst mir überhaupt nicht zu, so was!“

„Beginne einfach noch mal, ich bin jetzt ganz Ohr.“

Das grummelige Gemurmel vernimmst du gar nicht mehr, als du über Gormaschs Ausführungen einschläfst und er zeternd die erste Nachtwache übernimmt …


Einem jeden von euch seien 250 Abenteuerpunkte gutgeschrieben, spezielle Erfahrungen erhaltet ihr zum einen in Rechtskunde, in der Etikette und im Straßenwissen. Falls ihr eure Morgengymnastik in Kampfform führen wollt, so könnt ihr euch einfach Punkte aufsparen und wir besprechen das bei unserer (hoffentlich in nicht zu ferner Zukunft gelegenen) nächsten Sitzung.

Neue Bekannte

Peck, der etwa 10 – 12 Jahre alte Lausebengel mit dem losen Mundwerk, der durch Albenhus streunt und eine wunderbare Informationsquelle darstellt. Außerdem ist schlussendlich Al’Fessir zum Freund der Helden geworden sowie die Tänzerin Delilah saba Dunja

Errungenschaften

Amira erhält von der Tänzerin den dritten und vorletzten Halbedelstein, eingefasst in ein wunderschönes Diadem der Tänzerin, die es von einem Gast Al’Fessirs erhielt. Die beiden Helden erfahren endlich, dass es sich bei den Steinen um Drachenaugen handelt, die normalerweise nur im Süden Aventuriens vorkommen.

Feinde

Ebelfried Eisinger, sollte er aus der Gefangenschaft fliehen, was sehr unwahrscheinlich sein sollte. Sein Sohn Morco, der die Geschäfte innerhalb eines Jahres zuschanden führen wird. Vipka Norsteen, sollte auch sie aus der Gefangenschaft entkommen und natürlich der Dachs, der sich aber erstmal ins Mittelreich abgesetzt hat.

Nebenhandlung

Zunächst einmal forscht Gormasch weiter nach der Vergangenheit der Zwergenbinge Ungorosch und befragt dazu auch die in Albenhus ansässigen Zwerge ohne wirklich großartig voran zu kommen. Immerhin findet er seine bisherigen Vermutungen bestätigt.

Die zweite Nebenhandlung betrifft weiterhin das Geheimnis der Spielsteine, die von Archon Megalon platziert werden. Die zwei sind aber dem Druiden immerhin schon auf der Spur und vermuten einen Gesamtzusammenhang der Ereignisse ohne bisher die richtigen Schlüsse gezogen zu haben.

Link zum Wiki-Beitrag

Veröffentlicht von Meister

Die Mächte des Schicksals.

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