Auftakt (2)

Du bist schon eine ganze Weile unterwegs und die Schale in deiner Tasche ist reichlich gefüllt mit allerlei würzigen Kräutern, süßen Beeren und Nüssen.
Dein Weg führt dich entlang eines alten Zaunes, der durch die Witterung kaum noch als solcher zu erkennen ist und sicherlich vor vielen Götterläufen einmal zwei Grundstücke voneinander trennte. Diese Ansammlung von geschnittenen Hölzern und wie zufällig verteilten Holzpfosten verdient genau genommen den Namen „Zaun“ kaum noch. Doch du folgst ihm unbeirrt weiter, denn in der Ferne hast du einen einsam stehenden Apfelbaum entdeckt, dessen Früchte das Abendessen vervollständigen sollen.

Dort angekommen stellst du fest, dass dein Eindruck dich nicht getäuscht hat. Die Äpfel sind reif und ihre roten Wangen glänzen einladend in der Abendsonne. Seit deinen Erlebnissen in der Feenwelt hast du vor derlei schön gewachsenen Bäumen solchen Respekt bekommen, dass du unwillkürlich ein paar höfliche Worte der Entschuldigung murmelst, ehe du dich von deinem Kampfstab hoch in die Wipfel tragen lässt [1 AsP].

Eichhörnchen ist schon voraus geklettert und erwartet dich auf einem ausladenden Ast sitzend, als es kurz in seinem aufgeregten, freudigen Gemecker innehält und die Ohren spitzt. Auch du lauscht kurz in die Ferne und lässt den Blick schweifen.

Ein seltsames Geräusch dringt da an dein Ohr. Du folgst dem Geräusch ein Stück weit in die Richtung, aus der du es vernommen zu haben glaubst …

Veröffentlicht von Meister

Die Mächte des Schicksals.

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