Der Junge eilt sich, dich zu begleiten und sieht recht amüsant aus bei dem Versuch dich zu überholen, dir voraus zu eilen und dabei gleichzeitig weder dir noch Ramal nahe kommen zu müssen.
Vor den Räumen des Akademieleiters deutet er auf eine lange Bank, bevor er selber geschwind durch die Doppelflügeltür verschwindet, gefolgt von der Katze und, eh du ihn daran hindern kannst, auch Ramal.
Du bleibst in Stille zurück und wirst erst jetzt des jungen Mannes gewahr, der ebenfalls in der Halle wartet. Er vertreibt sich die Zeit damit, die feinen Schnitzereien und Einlegearbeiten der Wartebänke zu bewundern. Du erkennst ihn sofort, und erneut macht dein Herz einen Luftsprung: Yali! Haargenau, wie du ihn in Erinnerung hast, vielleicht ein wenig fülliger in den Wangen, aber gesund und munter, dein guter alter Yali.
Er scheint dich noch nicht erkannt zu haben, erst jetzt, wo dein Blick auf ihm ruht, sieht er dich an. Er braucht einen langen Moment, dich zu erkennen, doch dann zieht ein breites Lächeln über sein Gesicht. Er springt auf, umarmt dich und überschüttet dich mit einer Flut von Worten, von denen du unglücklicherweise keins hören kannst.
Ich nehme Yali fest in die Arme, drücke ihn wieder ein Stück von mir fort, um zu prüfen, ob er es auch wirklich ist, nur um ihn dann wieder fest an mich zu drücken. Freudentränen rinnen meine Wangen hinab. Niemanden möchte ich gerade lieber sehen als ihn.
Als ich bemerke, dass er eine Flut von Worten auf mich herabregnen lässt, lächle ich und lege dann meinen Zeigefinger auf seine Lippen und forme mit den eigen Lippen ein „pssst“.
„Mein lieber guter Yali, so sehr es mich freut dich zu sehen, so sehr schmerzt es mich dir zu sagen, dass ich dich nicht hören kann. Meine Abenteuer haben einen Tribut gefordert.“ Ich schaue ihn reumütig, dann aber lächelnd an: „Ich kann es kaum erwarten, dass du meinen Vertrauten Ramal kennenlernst. Zusammen mit ihm fällt es mir dann auch leichter zu kommunizieren, höre ich doch durch seine Ohren. Komm setz dich mit mir hierher, auf keinen Fall lasse ich dich auch nur eine Sekunde aus den Augen du Guter!“
Vermutlich wird ihn meine Erklärung nicht davon abhalten mit Händen und Füßen mit mir zu sprechen. Ich versuche so gut es geht Worte von seinen Lippen zu lesen oder zu erahnen und hoffe auf eine schnelle Erlösung. Warum ist bloß Ramal schon mit voraus gelaufen.