Im Scheine der Mada ’24‘

Birshen führt dich zur Zitadelle, und dann entlang eines der Wasserkanäle zum Rande des Gartens. Hier erreicht ihr eine runde, komplett von Sträuchern eingerahmte Ebene. Das Herzstück wird von einer halb im Boden eingelassenen, im Durchmesser etwa 2 Schritt großen Wanne gebildet.

Es riecht nach Feuer und aus dem Wasser steigt Dunst in die kühle Nachtluft auf. Birshen öffnet eine kleine Klappe hinter der ein Schacht in die Tiefe führt, darin prasselt ein Feuer. Sie legt ein paar Holzscheite nach, und prüft die Temperatur des Beckens mit den Fingern: “Perfekt! Das Wasser ist warm! Das wird es leichter machen. Gib mir das Quellwasser!” Du reichst ihr den Wasserschlauch, und gemeinsam gießt ihr den Inhalt in das Badebecken. “Wunderbar. Nun haben wir eine große Schale. Du kannst den Zauber, den du heute lernen wirst, auch mit einer kleinen Schüssel oder in den Händen geschöpftem Quellwasser wirken, aber so kann ich dir besser helfen. Wichtig ist auch, dass sich Madas Antlitz im Wasser spiegelt. Aber jetzt sollst du nicht zuviel denken… Komm!”

Mit diesen Worten schlüpft sie aus (all) ihren Gewändern, steigt über den Rand der Wanne, und lässt sich mit einem wohligen Seufzen in das Wasser sinken.

Veröffentlicht von Mirya

Ein lebensfrohes kleines Bündel, das üblicherweise nicht auf den Mund gefallen ist, gute Gesellschaft ebenso wie gutes Essen genießen kann, und die sich wünscht es ginge immer allen überall gut.

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  1. Einen Augenblick starre ich Birshen verunsichert an. Ich ärgere mich über meine Unsicherheit, doch die Tatsache, dass sie sich als meine Lehrmeisterin angeboten hat, weckt eine leichte Assoziation mit meiner Großmutter. Auch wenn Birshen doch vermutlich höchstens halb so alt ist wie sie. Überhaupt frage ich mich wie alt die Hexe wohl sein mag, umgibt sie doch eine Aura der Alterslosigkeit. Dann schüttele ich diese Gedanken aber von mir ab. Wenn ich etwas nicht irritieren sondern eher begeistern sollte ist das eine schöne nackte Frau.

    Wenn sie nicht ohnehin schon eine Spitze in meine Richtung wirft, werfe ich ihr nun einen funkelnden Blick zu und lasse mir dann doch nicht nehmen mich ein wenig zu inszenzieren. Während ich aus meinen Schuhen schlüpfe streife ich mir einen Hauch langsamer als nötig mein Obergewand über. Ich bemerke erst jetzt, dass sich mein Körper auf der beschwerlichen Reise etwas verändert hat. Drahtiger bin ich geworden, die Muskeln stehen etwas prominenter hervor, wenn ich auch insgesamt dünner wirke. Mit der Hand streiche ich über die Muskelpakete meines Bauchs, besinne mich dann aber wieder der Situation und streife meine Hose ab.

    Nun auch gänzlich nackt steige ich zu Birshen in die wohlige Wanne. Wunderbar warmes Wasser und eine schöne Frau, ein Schauer der Freude wellt meinen Rücken herab. Vielsagend lächle ich Birshen an.

  2. Interessiert hat Birshen deine “Darbietung” beobachtet. Nun umspielt wieder dieses kecke, mehrdeutige Lächeln Birshens Lippen, als du zu ihr ins Wasser steigst.
    Sie sagt oder tut jedoch zunächst nichts und du genießt erst einmal die wunderbare Wärme des dich aufnehmenden Wassers. Es ist herrlich und wohltuend.
    Zwar hattest du dich unter dem Wasserfall einigermaßen gründlich säubern können, jetzt aber kannst du auch noch den Gestank der Khoramsbestie von dir abwaschen und das ohne dich dabei beeilen zu müssen. Du räkelst und aalst dich im Wasser, genießt die Leichtigkeit deiner Glieder, das schwebende Liegen im Wasser und badest im Licht der Mada.
    Dann bemerkst du eine Bewegung im Wasser und spürst, wie Birshen näher kommt. Sie kniet sich hinter dich auf eine Stufe im Wasser und flüstert sanft: “So ist es richtig Dscheridan. Damit wir Erfolg haben brauche ich dich ganz im Hier und Jetzt.” Sie zieht dich zu sich, so dass du vor ihr auf der Stufe zu sitzen kommst, ihre Schenkel von hinten an deinen Pobacken. Fast unmerklich hat sie begonnen, deine Schultern zu streicheln, und die Muskeln in deinem Nacken mit leichtem Druck zu lockern. Jetzt wandern ihr Finger leicht in kreisenden Bewegungen über deinen Kopf. Immer weiter wandern ihre knetenden Finger, während sie ruhig und fließend in dein Ohr wispert: “Lass alles ziehen, was du heute erlebt hast. Alle Schrecklichkeiten und auch Freuden die du heute erlebt hast. Du musst zu dir kommen. Finde dich. Spüre deinen Körper, deine Arme, deine Beine, deinen Kopf, deinen Leib. Und dann deine Gefühle. Was fühlst du, Dscheridan?”

  3. Das wunderbar warme Wasser, die Entspannung und Birshens Zuwendung, gepaart mit den Anweisungen und Fragen wie sie auch meine Großmutter stellen könnte (jetzt nur in diesem sehr körperlichen Kontext), verwirren mich und mir wird für einen Augenblick schwindelig. Außerdem verspüre ich ich wie ihre Anweisung mich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren tatsächlich meine Anspannung löst. Ich entferne mich aus der Wüste und von allem Unbill und fühle mich sehr hier in der Geborgenheit des warmen Wassers und den Armen der schönen und doch starken Frau.

    Das wiederum erweckt in mir ein Gefühl, dass ich zwar für die Situation als ausgesprochen unpassend erachte, welches mich aber dennoch gerade zu erfüllen beginnt. Ich greife hinter mich, so dass meine Hände locker auf den Seiten ihrer kniend gefalteten Beine ruhen und lehne mich dann noch bewusster nach hinten und drehe den Kopf etwas seitlich um in ihre Richtung zu sprechen. Meine Worte kommen etwas unrythmisch, da ich meine Atmung nicht mehr ganz unter Kontrolle habe: “Ich war noch nie ein … besonders guter … Schüler. Du machst das … zu gut. Und du riechst zu gut. Das einzige, das ich im Augenblick ganz sicher spüre ist Begierde.”

  4. Ein winziges Stocken im Rhythmus ihrer Berührung sowie ein kurzes scharfes Atmen verraten dir, dass deine Äußerung nicht ohne Gegenwirkung bleibt. Es dauert einen Moment, bis sie weiter spricht: “Gut!” Das Wort klingt mehrdeutig. Sie beugt sich etwas vor, so dass du die Wölbung ihrer Brüste gegen deinen Rücken spürst. Gleichzeitig lässt sie ihre Hände jetzt über deine Schlüsselbeine nach vorne wandern und umfährt dann mit den Fingerspitzen die Konturen deines Brustmuskels. Ihre Lippen wandern deinen Hals entlang, ohne ihn zu berühren, bis zu deinem Ohr. Ihre Stimme zittert leicht, als sie weiter flüstert: “Und kannst du mir sagen, was ICH fühle?“

  5. Die Betonung des Wortes ‘Ich’ lassen mich trotz ihrer Berührungen – die ich als durchaus spielerisch und schmeichelhaft deute – ein wenig aufhorchen. Da ich durch die stärker werdende Erregung das prickeln der astralen Energie spüre, lenke ich diese zunächst in einen Zauber, der mir durch ihre Frage in den Sinn kommt. Als ich mich von ihrer Umarmung löse und mich schnell umwende um ihr in die Augen zu schauen, wirke ich einen BLICK IN DIE GEDANKEN. Der war mir früher in solchen Situationen schon einmal gelungen, auch wenn ich ihn nur sehr rudimentär beherrsche.
    Die schnelle Bewegung, die Aufregung, die Erregung gepaart mit der neu aufflammenden Nervosität und dem warmen Wasser machen mich allerdings derart schwindelig, dass mir die Wirkung entgleitet ehe ich auch nur den Versuch unternehmen kann gegen Birshens Willen anzurennen. Aus meinem Plan das Blatt zu wenden und die Rolle des Führenden zu übernehmen, misslingt mir also. Sowohl im Hinblick darauf sie mit einem Zauber zu beeindrucken, als auch mich über sie zu stellen, patze ich. Zwar schaue ich sie nun direkt an, aber stütze mich mit den Händen etwas ungeschickt auf der Stufe ab. So muss ich meinen Blick noch immer zu ihr hoch richten. Bei mir denke ich “Dsche, den eleganten Verführer hast du auch schon einmal besser gegeben”.

    Einen Herzschlag lang halte ich so ihrem Blick stand. Ehe eine peinliche Berührtheit mir noch mehr die Sinne vernebelt lächle ich ein wenig und hole den letzten Fitzel Koketterie aus mir heraus: “Ich glaube die Lehrerin in dir könnte verärgert sein, dass meine Gefühle mich beherrschen und nicht ich meine Gefühle. Ich bin mir aber auch sicher, dass etwas anderes in dir nicht ganz unerfreut darüber ist.”

    Auch wenn mein letzter Satz beinahe zur Frage werden droht schiebe ich nun meinen Kopf fordernd nach vorn. Mein Blick hält dabei ihrem stand und spricht eine sehr deutliche Sprache: “Lernen später, jetzt will ich dich.”

  6. “Du liegst richtig.” Birshen lächelt und erwidert deinen Blick: “Es ist eine willkommene Herausforderung einen so heißblütigen Schüler zu unterrichten…. und ein so attraktives Exemplar noch dazu.” Bei den letzten Worten streichelt sie sich in einer Geste des Nachdenkens sehnsüchtig mit dem Zeigefinger über ihre Wange und um den Mund. Schließlich küsst sie auf ihre Fingerspitze und tippt den Finger dann neckisch auf deine sich nähernden Lippen. “Ganz so leicht wirst du aber nicht ans Ziel deiner Begierde kommen! Wir werden ein Spiel spielen! Dreh dich wieder um. Du darfst mich nicht ansehen oder anrühren! Erspür mich durch meine Berühung! Und sieh in dich hinein. Keine Emotion ist so selbstsüchtig und doch so auf den Anderen gerichtet wie die Begierde.” Sie hilft dir wieder in eine bequeme Sitzposition vor sich auf dem Stein. Solltest du versuchen, dabei doch eine Berührung zu erhaschen, drückt sie deine Hände sanft wieder zurück.
    Dann beginnt wieder mit ihren Liebkosung, diesmal intensiver und forschender. Ihre Hände massieren jetzt weniger sondern ertasten streichelnd deinen Körper. Zwischendurch haucht sie dir mit ihrem Atem einen kleinen Schauer auf den Rücken. “Dreh dich nicht um. Sie vor dich, auf das Spiegelbild der Mada im Wasser. Spürst du das?” Ihre Hände haben deinen Oberkörper erkundet und wandern jetzt langsam nach unten, die Außenseiten deiner Oberschenkel entlang.
    “Sieh hin. Zu wem willst du? Nein, dreh dich nicht um! Du darfst den Blick nicht abwenden, was auch passiert. Du willst mich? Dann schau hin!”
    Du bist so aufgewühlt, dass du Birshens Anweisungen folge leistest, auch wenn sie für dich keinen Sinn ergeben. Inzwischen würdest du so ziemlich alles machen was sie sagt, wenn sie nur nicht damit aufhört, was sie da mit ihren Händen macht. Gehorsam starrst du also auf Madas Antlitz. Denken tust du nicht viel zu hell lodert das Feuer der Begierde in deinem Inneren. Viel zu sehr fieberst du der nächsten Berührung entgegen, wartest du darauf, dass sie sich weiter nach vorne tastet. Im nächsten Moment müsste sie dort ankommen. Doch die Berührung bleibt aus. Auch die Stimme ist verstummt. Ein leises Plätschern, dann nichts, nicht mal ein Atemzug ist zu spüren. “Birshen”, schreit dein Inneres “wo bist du?”. Und in dem Moment geschieht es. Du spürst Magie fließen. Wellen kräuseln das Wasser. Das Bild der Mada, das du immer noch anstarrst, verschwimmt und du siehst Birshens Gesicht. Wasser perlt über ihr Gesicht und sie grinst über beide Backen. Wie deine eigene Reflexion in einem kleinen Spiegel siehst du Birshen, als stündest du ihr direkt gegenüber. Auch Teile der Umgebung hinter ihr sind zu sehen. Du siehst den Sternenhimmel, den Rand des Beckens vor dem sie kauert. Du siehst in Birshens Augen und noch etwas passiert. Wie eine kühle Woge durchströmt deinen aufgewühlten Geist plötzlich eine ausgeprägte Ruhe und Konzentration. Du bist fokussiert und Herr der Lage. Stolz und eine schelmische Selbstzufriedenheit erfüllen dich. Das Feuer der Neugier erhellt dein Gemüt, gepaart mit einigen züngelnden Flammen der Begierde. Irgendwo weit hinter alledem spürst du Spuren von Scham, Sorge und Mitgefühl.
    Das Gefühlsbad dauert nur ein paar Herzschläge lang. Dann kräuselt sich das Wasser und das Gesicht verblasst. Du bist wieder du. Heißköpfig und voll ungestilltem Verlangen. Du drehst dich zur Seite. Birshen sitzt am Beckenrand und lässt verschmitzt einen Fuß ins Wasser baumeln.
    “Und da sage nochmal einer du seist ein schlechter Schüler… Erfolg beim ersten Anlauf”, grinst sie…

  7. Einige Herzschläge lang glotze ich sie nur blöde an und bringe nicht mehr heraus als ein “hmmh”. Ungestillte Lust verbunden mit der Befriedigung gerade etwas neues erlebt und gelernt zu haben (und dabei auch gleich noch erfolgreich gewesen zu sein), habe ich in dieser Kombination bisher noch nie erlebt. Vermutlich zaubert ihr mein verdatterter und desorientierter Gesichtsausdruck erneut ein spottendes Lächeln ins Gesicht.

    Als die Starre ein wenig nachlässt spritze ich einen ordentlichen Schwall Wasser in ihre Richtung.
    “Du böse Hexe” schimpfe ich. Mein Tonfall verrät, dass ich das natürlich nicht Ernst meine. Ich lasse mich von dem Sims hinab in das tiefere Wasser gleiten und verschränke dann meine Arme auf dem Beckenrand direkt neben ihr. Wenigstens ist so das meiste meines Körpers vor ihren Blicken geschützt. Meine stumpfe Geilheit ist mir jetzt gerade zunehmend peinlich. Ich lege meinen Kopf schräg und schaue zu ihr hoch: “Bekommen gute Schüler denn eine Belohnung? Ich glaube eine zweite Lerneinheit solcher Güte und ich kann nicht mehr für deine Sicherheit garantieren …” Nun wieder etwas sicherer setze ich noch ein in ihrer Art gleichwohl spottendes wie anerkennendes “… Meisterin” hinterher.

  8. Unter deinem herausfordenden Blick weicht der Spott aus Birshens Lächeln. Sie drückt sich vom Beckenrand hoch und lässt sich neben dir ins Wasser gleiten. „Ganz wie du wünscht“, haucht sie, „ich hatte gehofft, du würdest das fragen… Welche Belohnung hältst du denn für angemessen?“ Sie legt den Kopf schräg und schaut dich erwartungsvoll an. In ihren Augen liest du eine eindeutige Botschaft. Die Antwort gelingt dir ohne Worte…
    Einige Zeit später lehnt Birshens Kopf zufrieden an deiner Schulter. Du hast nun nicht nur einen neuen Zauber, sondern auch so einiges über das Liebesspiel im und unter Wasser gelernt. All zu lange hast du zwar nach dem vorherigen Auf- und Ab nicht mehr durchgehalten, aber du bist sehr sicher, dass auch Birshen auf ihre Kosten gekommen ist – und zumindest für kurze Zeit auch in ihrem kühlen Kopf ganz hell das Feuer der Begierde gelodert hat.
    Entspannt lehnt ihr beide am Beckenrand. Birshen lächelt dich versonnen an: “Mach so weiter, und du entwickelst dich zu meinem Lieblingsschüler…” zwinkert sie dir zu. “Genug für heute?”

  9. Jetzt wo ich endlich bekommen habe wonach mein Körper so sehr verlangte, ich wieder einige klare Gedanken fassen kann und gleichsam erschöpft wie zufrieden und vor allem aber stolz bin, werde ich aber auch wieder ernsthafter: “Um ehrlich zu sein … ich würde es gerne noch einmal probieren. Also ich meine den Zauber. Ich glaube ich habe grundsätzlich gut verstanden, was ich zu tun habe. Mit deiner Hilfe kann er vielleicht ein zweites Mal gelingen. Ich glaube meine Begierde sollte ich jetzt soweit im Griff haben, dass sie nicht gleich wieder alles überlagert.” Bei den letzten Worten grinse ich sie noch einmal verschmitzt an. Ich wechsel zurück zur Ernsthaftigkeit: “Zwar hast du gut verstanden mich komplett ins hier und jetzt zu holen, wenn ich nun so zur Besinnung komme merke ich aber, wie sehr es mich um die Domna Larissia sorgt. Ich würde sehr gern wissen, ob es ihr gut geht. Traust du deinem Schüler das zu?”

  10. Birshen mustert dich anerkennend: “… ein fleißiger Schüler noch dazu”, scherzt sie, um dann aber ernster fortzufahren: “Ja, ich denke es ist möglich. Nimm aber meinen Rat an: der Zauber wird ungleich schwieriger wenn die vermisste Person sich weiter entfernt aufhält. Außerdem kann es helfen, wenn du einen Gegenstand aus dem Besitz des Gesuchten bei dir hast…Vielleicht starten wir mit ein paar Vorbereitungen.”
    Ihr steigt aus dem Becken und hüllt euch in zwei große Tuniken, die Birshen zur Verfügung stellt. Du kauerst dich ans Ufer des Beckens, und Birshen leitet dich erneut mit Worten. Sie besteht darauf, dass ihr zunächst noch einen Vorübung unternehmt, damit du dich in den Zauber leichter hineinfinden kannst. Tatsächlich fällt dir das Wirken der Magie, jetzt wo du mehr darüber nachdenkst schwerer, aber nach mehreren Anläufen gelingt es dir Rashids Bild im Becken erscheinen zu lassen. Er schläft immer noch, an sein Pony gekuschelt. Außer einer ruhigen Geborgenheit empfängst du bei diesem Zauberlauf keine Gefühle. Schließlich erklärt Birshen, du seiest bereit für den großen Auftritt. Du hast dir Larissias Schreibutensilien geholt und hälst sie fest umklammert, während du erneut erwartungsvoll auf Madas Reflexion starrst. Birshen spricht: “Nun besinne dich auf deine Freundin Domna Larissia. Schließe kurz die Augen und erinnere dich an sie. Wie hast du sie kennengelernt? Was habt ihr erlebt? Besinne dich auf die gemeinsame Zeit und suche das Gefühl, was euch verbindet. Konzentriere dich! Leg die oberflächlichen Dinge an die Seite, so wie du es vorhin mit den Alltagssorgen getan hast. Lass dich leiten von deiner Sehnsucht nach der Person. Geh an einen gemeinsamen Moment. Und dann konzentrier dich auf das Gefühl des Miteinanders. Gut. Halte das Gefühl fest, während du jetzt die Augen öffnest. Sei bei ihr! Sieh sie!”
    Und tatsächlich: zum dritten Mal heute spürst du die Magie fließen und vor deinen Augen verschwimmt Madas Spiegelbild. Du blickst auf das Gesicht von Larissia. Sie lacht, der Wind zaust ihr Haar. Vom Hintergrund kannst du nur wenig erkennen, du erahnst eine dunklen Landschaft, und darüber die Sterne, aber sie bewegen sich – nein drehen sich? Ach nein, es ist Larissia, die sich dreht und bewegt. Tanzt sie? Auf jeden Fall ist sie glücklich, denn sie strahlt über das ganze Gesicht. Und auch in dir spürst du plötzlich eine unsagbare Freude und Leichtigkeit aufsteigen. Sie lebt! Sie ist unversehrt! Du möchtest aufspringen und diese frohe Kunde feiern, doch Birshens Hand auf deiner Schulter hält dich zurück, so besinnst du dich eines Besseren und versuchst Details in ihrer Umgebung zu erkennen. War das eine Palme, die da gerade vorbei huschte? Waren das Dünen? Nein, Häuser? Türme, aber mit seltsam wattigen Konturen, und sie schimmern wie Wolken im Sonnenuntergang. Wenn sie doch einen Moment innehalten würde, in ihrer wilden Stürmerei! Als würde sie deinen Wunsch spüren, verlangsamt sich der Spiel des Winds in ihrem Haar, und sie blickt dir einen Moment lang direkt in die Augen. Das Licht des Erkennens huscht über ihre Züge. Sie schüttelt sich kurz, als würde sie aus einem Traum erwachen. Dann fängt sie erneut an zu lachen. Alles um euch herum beginnt sich zu drehen, in deinem Bauch prickelt es, du fühlst dich leicht, wie im Sturzflug, und ein aberwitziger Übermut beginnt dich zu übermannen, du stehst auf, den Blick weiter auf Larissias Gesicht gerichtet, du willst auch tanzen, willst springen, als plötzlich eine Hand mitten in das Bild von Larissia schlägt, welches sich in Hunderten von Wellen auflöst…. “Genug! Dscheridan! Hör auf! Hörst du mich? Sieh mich an! Sei hier!” Birshen steht vor dir und schüttelt dich unsanft in die Wirklichkeit zurück. “Ich hätte dich warnen sollen, dass ihre Gefühle von dir Besitz ergreifen können, doch normalerweise kommt das nur in besonders intensiven Situationen vor..” grübelt sie.
    Du hörst ihr gar nicht richtig zu, so froh bist du gerade. Vor lauter Freude lässt du dich bäuchlings in das Becken platschen und beginnst Birshen mit Wasser zu bespritzen… (du darfst dich die nächste Stunde zuerst extrem und später abnehmend “angeheitert” aufführen…)

    [Außerdem musst du dir für all die Zauberei bitte 26 ASP abziehen. Für den Rest des Abends ist deine KL um 2 gemindert, solltest du noch Proben bestehen müssen]

    Birshen wird trotz aller Heiterkeit versuchen, dich in die Küche zu bugsieren, dich zu trocknen und dir Kräutertee einzuflößen. Möglicherweise kommt ja irgendwann ein vernünftiges Gespräch zustande…

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